Donnerstag, 27. Juli 2017

Räuberherz von Julianna Grohe

In erster Linie habe ich mal wieder nicht wiedersehen können und musste mir dieses wunderschöne Buch aus dem Drachenmond Verlag wegen dem tollen Cover holen. Zum Glück ist der Inhalt mindestens genauso toll wie das Cover. Ich habe mich verliebt!


Klappentext:
"Als wäre sie in eine schräge Version von "Die Schöne und das Biest" geraten, findet sich Ella in der Villa eines reichen Mannes wieder. Statt jedoch mit tollen Kleidern und Schmuck verwöhnt zu werden, soll sie putzen, während ihr Entführer eine Traumfrau nach der anderen mit nach Hause bringt. Welches Geheimnis verbirgt er? Weshalb sind manchmal Stimmen im Haus zu hören, obwohl niemand in der Nähe ist? Und warum gibt es diese seltsamen elektrischen Schläge, wenn sie aus Versehen seine Haut berührt? Ella ahnt, dass seine Hartherzigkeit nichts als Fassade ist. Doch was wird sie dahinter finden? Vielleicht etwas viel Gefährlicheres? "Verdammt! Kochen, putzen, waschen, bügeln - und das alles für diesen super-arroganten Schönling? Ein Traum. Genau so hab ich mir den Rest meines Lebens vorgestellt ..."

Was gefällt mir an dem Cover denn so gut? Als erstes die schönen Farben, aber auch, dass es abstehende Prägungen hat, welche haptisch einfach toll sind zum anfassen. Auch der Glitzer... Hach! Haptisch, sowie Optisch ein absoluter Hingucker mit einer wunderschönen Frau, die einen ansieht.


1.Satz: 'Das Mädchen, das er ausgewählt hatte, stapfte in der Dämmerung mit gesenktem Kopf die Strasse entlang, die Kapuze der schwarzen Jacke tief ins Gesicht gezogen.'

Natürlich beginnt das Buch mit einem ersten Kennenlernen der Gegebenheiten. Wer ist Ella, was macht sie und wo kommt sie her. Bezüglich dem Bösewichten lässt das Buch noch alles offen und man tappt im Dunkeln.
Das Buch zeigt eine andere Sichtweise, eine neue Idee von 'die Schöne und das Biest' auf. Es ist eine interessante Story, welche in sich schlüssig ist. Die Spannung ist ab dem ersten Satz bis zum Ende aufrecht gehalten und der Schreibstil modern, jung. Ich fand es sehr angenehm zu lesen.

Textauszug:
"Ella, warte!", rief er. "Das war ein Kompliment!"
"Ziemlich merkwürdiges Kompliment!", maulte ich pikiert und liess mich zurück auf meinen Stuhl sinken.
Er verglich mich ernsthaft mit einem Affen!'
(Seite 177)

Die Charaktere sind alle sehr gut ausgearbeitet und benehmen sich realitätsnah und logisch. Jeder einzelne Charakter bekommt einen Hintergrund und wird liebevoll und sehr gut beschrieben. Bei mir kamen sofort Sympathien und Antipathien rüber.

Ein unglaublich tolles Buch mit vielen Emotionen, welches sehr sehr schön und angenehm geschrieben wurde. Eine tolle Geschichte mit einer etwas anderen Sichtweise und einer, für mich neuen 'Krankheit'. Ich fand es super. Ich musste auch sehr oft schmunzeln und sogar richtig lachen. Denn es wird Schweizerdeutsch geredet (sehr wenig, aber ich als Schweizerin fand es echt lustig sich Schweizerdeutsch auf 'Hochdeutsch' vorzustellen).
Für mich hat dieses Buch absolute 5 Sterne verdient und ich würde es allen empfehlen, die Fantasy mit etwas Liebe mögen! Grossartig!

Montag, 24. Juli 2017

Medusas Fluch von Emily Thomsen

"Ich bin das Wasser,
Ich bin das Feuer,
Ich bin die Macht."

So steht es auf dem wundervollen Cover des Fantasy Romanes von Emily Thomsen. Das Cover zeigt einige Einblicke in die Geschichte, ohne ihren Verlauf aufzudecken oder zu viele Hinweise zu geben. Das mag ich sehr.


Hier der Klappentext:
'Medusa wird von ihrer Mutter Gaia verflucht: Jeder Mann, den sie liebt, erstarrt zu Stein. Sie muss mit ansehen, wie ihre große Liebe stirbt, und zerbricht beinahe daran. Das will die junge Gorgone nie wieder ertragen müssen. Sie entscheidet sich für ein abgeschiedenes Leben in der Menschenwelt. Nach Jahrhunderten der Einsamkeit begegnet ihr der geheimnisvolle Jendrik, dem sie sich nicht entziehen kann und Medusas Fluch erwacht von Neuem.'

Zu Beginn schwebt die Geschichte in der Vergangenheit von Medusa. Ihre Liebe wird dargestellt und der Leser bekommt einen Blick für die jetzige Situation von Medusa. Denn diese ist nicht wirklich schön.
Das Buch ist wunderbar in das Jetzt und die Vergangenheit eingeteilt, was durch verschiedene Kapitel gekennzeichnet ist.
Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr angenehm und mochte auch die Charaktere, in welche sie viel Liebe und Hintergrund gesteckt hat. Ich mag die Geschichte dieser Mythologie sowieso wahnsinnig gerne und fand es jetzt schön, dass Medusa mal nicht die böse ist. Teilweise ist mir ihre Geschichte zu sehr in die Länge gezogen, anderes dann dafür sehr kurz gehalten.

Der erste Satz: 'Du zeichnest, als ginge dein Leben davon ab.'

So einfach dieser Satz ist und einen schön in das Buch einfach führt, so schwierige wird der Schluss. Denn dieses kleine Buch wird Nachfolger haben. Es soll eine Fantasyreihe geben. Und der erste Teil hört mit einem unglaublichen Cliffhanger auf. Ich bin so gespannt auf den nächsten Teil!
Für mich ein tolles Buch, ein spannender Auftakt einer Reihe, eine super Geschichte!
Ich gebe gerne 4 Sterne und hoffe auf teilweise noch etwas mehr Tiefgang, vorallem bei den 'neuen' Charakteren.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Longtiantang - Noemis Ruf von Ava Blum

Ich durfte das die Kurzgeschichte Longtiantang, welche am 14.Juli veröffentlicht wurde, rezensieren und bin sehr begeistert! - Wieso? Nun ja, ich fand die Idee für die Geschichte und die Schreibweise, welche wundervolle Bilder in meinem Kopf wachsen liess, wirklich toll.
Klappentext:
"Nicht nur, dass Liam den Verlust seiner großen Liebe Noemi nicht verkraften kann, er fühlt sich auch für ihren Tod verantwortlich. Als seine Sehnsucht unerträglich wird, beginnt er sie zu malen - und kann seinen Augen kaum trauen, als Noemi aus dem Bild auf zauberhafte Weise zum Leben erwacht! Sie erzählt von der fernen Drachenwelt Longtiantang, in die sie nach ihrem Tod gelangt ist. Doch kaum hat Liam seine große Liebe wieder, taucht der mysteriöse Schlangenmensch Ngun auf und verlangt von Liam Unmögliches. Um Noemi nicht erneut zu verlieren, müssen Liam und sie in die exotische Welt Longtiantang reisen, wo ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt."

Der Einstieg ins Buch war echt gemein. Ich habe mich wohl gefühlt in den Geschichten, die Noemi erzählt hat, fand es toll, was mir da gezeigt wurde und dann... Soll dies alles nur eine Rückblickende sein?! Da war ich kurz sehr angespannt, wie es weiter geht. Und dann kam ja Noemi zurück. Und ab da überschlägt sich die Geschichte quasi. Es gab wunderschön beschriebene Orte und Landschaften, welche auch durch den jungen Schreibstil in meinen Gedanken sehr lebendig werden konnten. Es gab tolle Charaktere und abwechslungsreiche Informationen die dort, wo die Geschichte am Ende hinführte, absolut schlüssig waren.
Ich hätte mir dieses EBook natürlich auch sofort als Buch gewünscht, leider ist aber nicht sehr lang, es ist ja eine Kurzgeschichte.
Die Autorin Ava Blum hat so toll geschrieben, ich würde die Geschichte auch in doppelt und dreifach so lang gerne wieder lesen.
Für mich hatte es einige neue Elemente darin, die zusammenhängend und absolut logisch erschienen. Auch die fantastischen Elemente, sowie die Liebe und Zuneigung, kamen mir in diesem Buch nicht zu kurz.

Textauschnitt:
"Das Leben besteht nicht aus der Zeit, in der wir atmen", hatte Noemi ihm ins Ohr geflüstert, "sondern aus den Momenten, die uns den Atem rauben."

Longtiantang ist ein Buch mit einem schönen Namen, schönen Cover und einem tollen Klappentext. Auch der Inhalt hat mich absolut überzeugt, einzig und alleine schade fand ich, dass es teilweise sehr sehr schnell ging. Wohl auch aufgrund dessen, dass es eben eine Kurzgeschichte ist. Ich hätte noch viel länger in diesen Welten verweilen können.
Für mich ein absolut empfehlenswertes EBook mit mindestens 4,5 Sternen.
Danke, dass ich so eine schöne Geschichte lesen durfte.

Autorin: Ava Blum
Erscheinungstermin: 14. Juli 2017
Herausgeber: Ueberreuter Verlag
Seitenzahl: 106

Donnerstag, 13. Juli 2017

Märchenrally bei der Märchenspinnerei


Ich darf bei der großen Märchensommer Märchenrallye mitmachen! Habt ihr schon etwas davon gehört?
Ihr könnt dabei ein märchenhaftes Paket gewinnen und hoffentlich viel Spass bei der Tour haben.
Den Start der Märchenrallye findet ihr auf der Märchenspinnerei. (http://maerchenspinner.layeredmind.de/news/maerchenrallye/).

Ich bin heute eine kleine Hexe und präsentiere euch eine einzige Zutat für dieses Ereignis.

Hier findet ihr den Lösungsbuchstaben "U".

Doch ganz so einfach bleibt es nicht. Ihr müsst eine Frage richtig beantworten, um weiter und bis zum Ziel zu kommen!
Kennt ihr Hänsel und Gretel auch aus der Sicht der Hexe?

"Eines Tages stand die Hexe gerade vor ihrem Backofen und wollte einen Lebkuchen backen, weil der Wind in der Nacht einen vom Dach geweht hatte. Da war es ihr, als knuspere draussen jemand an ihrem schönen Haus und breche ganze Stücke ab. Ängstlich rief sie: 

“Knusper, knusper, kneuschen - wer knuspert an meinem Häuschen?” 
Von draussen antwortete ein dünnes Stimmchen: 
“Der Wind, der Wind, das himmlische Kind!” 
“Da bin ich beruhigt”, seufzte die Hexe erleichtert. “Es ist nur der Wind, der da draussen lärmt. Und ich hatte schon Angst, jemand wolle mein Häuschen zerstören.” 
Wie sie das gerade sagte, zersprang ihre schöne Fensterscheibe, an der sie drei Wochen gearbeitet hatte, ein Mädchen griff nach den Splittern und ass sie auf! Mühsam humpelte die Hexe nach draussen, um zu sehen, wer der Störenfried sei. 
Vor dem Haus standen zwei Kinder, das Mädchen und außerdem ein Junge, rissen die Dachziegel herunter, um sie aufzuessen, zerbrachen die Wand und zersplitterten die weissen Zuckerfenster. 
Da war die Hexe traurig und wütend zugleich. 
“Wer seid ihr?” fragte sie. “Und warum zerstört ihr mein liebes Haus, an dem ich so lange gebaut habe?” 
Die Kinder antworteten, sie hiessen Hänsel und Gretel und hätten aus Hunger von dem Haus gegessen. 
“Warum habt ihr aber gelogen und gesagt, ihr wäret der Wind?” forschte die Alte weiter. “Hättet ihr an meine Tür geklopft und um Essen gebeten, so hätte ich es euch nicht verwehrt!” 
Da blickten die Kinder beschämt zu Boden. Aber weil sie der alten Hexe trotz allem leid taten, sagte sie: “Kommt nur herein und bleibt bei mir, es geschieht euch kein Leid!” Und sie fasste beide an der Hand und führte sie in ihr Häuschen. Da war gutes Essen aufgetragen, Milch und Pfannkuchen mit Zucker und Äpfel und Nüsse. Hernach 
wurden zwei schöne Bettlein weiß gedeckt, und Hänsel und Gretel legten sich hinein und meinten, sie wären im Himmel. 
Als sie so friedlich schliefen, betrachtete die Hexe sie und sagte: “Sie waren sehr böse zu mir, haben gelogen und mein schönes Häuslein zerstört. Aber vielleicht sind sie nicht ganz verderbt. Ich will sie dabehalten, ihnen zu essen geben und versuchen, sie zu bessern.” 
Am nächsten Morgen gab sie den beiden eine leichte Arbeit zu tun und rührte dann einen Teig an, denn sie wollte den Schaden an ihrem Haus wieder ausbessern. Aber Hänsel, der naschhaft war und dem die süssen Lebkuchen auf dem Dach besser erschienen als das Frühstück auf dem Tisch, 
ging hinaus und begann leise vom Haus zu essen. 
Als die Hexe das merkte, wurde sie sehr zornig. 
“Ich habe dich nicht bestraft für deine Lügen und deine bösen Taten von gestern, sondern dir und deiner Schwester sogar zu essen und sogar ein Bett zum Schlafen gegeben!” schalt sie. “Und du ungezogenes Kind lohnst es mir, indem du den Schaden an meinem Haus noch ärger machst!” 
Und damit er nicht noch mehr Unheil anrichten konnte, sperrte sie ihn in einen Stall neben dem Haus. 
Damit er es aber gut hatte in seinem Gefängnis und nicht zu hungern brauchte, fragte sie ihn oft durch das Gitter: 
“Bist du auch satt, bekommst du genügend zu essen? Streck deinen Finger heraus!” 
Hänsel hatte sehr viel zu essen bekommen, aber da er sehr gefrässig war, täuschte er die alte Frau, die schon nicht mehr richtig sehen konnte, durch eine arge List, um noch mehr zu erhalten: 
Er streckte ein abgenagtes Knöchlein durch das Gitter und sagte mit kläglicher Stimme: 
“Meine Schwester gibt mir zu wenig Mahlzeiten, ich bin schon ganz mager.” Die Alte betastete das Knöchlein und sagte: “Fürwahr, er ist ganz mager! Gretel, er muss mehr zu essen bekommen!” 
Die Gretel aber, die ein faules Mädchen war, maulte und sagte, sie könne nicht kochen. 
“Da musst du eben backen!” rief die Hexe und heizte den Backofen an, um für den Hänsel eigens ein großes Brot zu backen. Als sie aber das Feuer angeschnürt hatte und gerade nachsehen wollte, ob recht eingeheizt ist, da gab ihr die arglistige Gretel von hinten einen Stoß, dass die Hexe weit hinein fuhr, machte die eiserne Tür zu, schob den Riegel vor, und die arme Alte musste elendiglich 
verbrennen. 
Dann befreite das böse Mädchen ihren Hänsel aus dem Stall, wo er seine Strafe absitzen sollte, und sie durchwühlten gemeinsam das ganze Hexenhaus. 
In einer Ecke hatte die Hexe eine Kiste mit Perlen und Edelsteinen stehen, die ein Erbstück von ihrem Vater war, einem großen Hexenmeister. Die raubten die beiden Kinder, stopften sich die Taschen voll mit Schmuck und Geschmeide und liefen schnell aus dem Wald. 
Und wisst ihr, was sie hinterher den Leuten erzählten? 
Sie haben doch wahrhaftig behauptet, die Hexe hätte sie aufessen wollen! 
Diese bösen Kinder!"

Den Anfang der Geschichte von Paul Maar (aus: „Der tätowierte Hund“) habe ich sehr bewusst weg gelassen. Denn nun folgt eure Frage:

Was streut Hänsel auf den Weg, bevor er zu Brotkrumen greifen muss?
Kupferpfennige (Christina Diart - https://m.facebook.com/christinadiart/)
Buntes Konfetti (Trimagie - https://www.facebook.com/trimagie84/)
Weiße Kieselsteine (Susanne Eisele - https://www.facebook.com/SusanneEiseleAutorin/)

Wenn ihr die richtige Lösung gefunden habt, dann nehmt euch den Bustaben mit und geht weiter zur nächsten Seite!

Ich freue mich darauf zu sehen, wer am Ende alles gewusst hat und wünsche uns viel Spaß.
Zum Abschied ein Hexenlachen *hihihihihiii*

Montag, 10. Juli 2017

Nacht aus Schatten und Saphiren

Einhorn-Geschichten von Kerstin Arbogast

Klappentext: "Manche Einhörner sind treu wie Hunde, andere wiederum haben für die Menschen nichts als Spott und Häme übrig.
Manche Einhörner stellen dich auf die Probe, andere aber stärken dir den Rücken.
Manche Einhörner spenden dir Licht, damit du auch in der Dunkelheit noch lesen kannst, andere erstrahlen nur so hell, damit du ihre Schönheit nicht übersiehst.
Manche Einhörner retten dich vor gierigen Geistern, andere sind Leben und Tod selbst.
Manche Einhörner folgen deinem guten Herzen, andere weisen dir den richtigen Weg.
Manche Einhörner lassen bunte Farbtupfer in düsteren Gassen zurück.
Doch alle Einhörner hinterlassen Spuren in deinem Herzen."


Dieses Buch ist in drei Kurzgeschichten eingeteilt, welche alle von der Autorin geschrieben worden sind und sich um Einhörner drehen.

Kurz die drei Geschichten:
1: Nacht aus Schatten und Saphiren
Erster Satz: Lauf Lizzy, lauf!, höre ich Gale, den Anführer, rufen.
- In einer Welt, die nach einer grossen Seuche übriggelblieben ist, braucht es manchmal ein Einhorn, das durch Magie erwacht und einen das Leben rettet.
2: Das kalte Herz der Sterne
Erster Satz: Obwohl jede Faser meines Herzens aus zerbrechlichem Glas ist, spüre ich sein heftiges Pochen, als ein Reiter auf mich zu galoppiert.
Auf mich wirkt es wie eine Adaption von Schneewittchen - aber eher erst nach dem bekannten Ablauf des Märchens.
3: Jagdherz
Erster Satz: Der Pfeil zischtig durch die Luft.
Eine Frau im Wald und ein Versprechen, das Jagen ruhen zu lassen bringen das Schicksal näher, als gedacht.

Anfangen muss ich hier beim Cover. Der Grund, weshalb ich dieses EBook unbedingt haben wollte. Es ist wunderschön, sagenhaft wie es die Märchenwelt in einem Bild darstellt. Damit hat es sich aber auch. Ich fand leider die Einhorngeschichten nicht wahnsinnig faszinierend. Es ging für mich zu wenig um die Einhörner an und für sich, als um das ganze Rundum. Die Geschichten allgemein haben mich leider auch nicht in ihren Bann gezogen.
Es waren tolle Ansätze, jedoch hätte ich zumindest bei den ersten beiden lieber ein ganzes Buch gehabt als nur so ein kleiner Fetzen, die letzte Geschichte hat mich dann garnicht mehr erreicht.
Aber nun zu den Charakteren - alles sehr liebevoll gestaltete Personen mit wenig Tiefgang, was bei der Kürze der Geschichten aber auch klar war. Am Meisten hat mich die Gläserne Dame in dem zweiten Teil geflashed. Sie hatte irgendwie am meisten Charakter, wie ich fand. Davon hätte ich sehr gerne mehr!
Der Schreibstil ist gut, der Spannungsbogen innerhalb der einzelnen Geschichten konnte aufgebaut werden, trotzdem hat es bei mir wenig 'Feeling' ausgelöst.
Daher alles in allem für mich zu wenig Einhorn als Hauptthema, dennoch interessante Ansätze der Geschichten. Ich gebe den drei Kurzgeschichten in einem 3,5 Sterne.

Mittwoch, 5. Juli 2017

Feuerträne und Drachenperle von Marlies Lüer


*Buchvorstellung*

Und Preisaktion vom 1.7. bis 31.7.17!!

Textausschnitt:

'Im Wald des Ewigen Frostes stand eine windschiefe Hütte. Sie beherbergte den einzigen Bewohner, der der Kälte des unnatürlichen Winters, der über diesen Teil des Landes gekommen war, beharrlich trotzte. Einer hielt die Stellung. Einer wartete getreu und voller Hoffnung auf den Erlöser aus der Prophezeiung. Es war der Eremit. Seit langer Zeit lebte er in dieser kleinen Hütte, die einzige, die noch erhalten war vom Dorf des Waldvolkes. Alle anderen Behausungen in der näheren Umgebung waren aufgegeben worden, vom Frost und seinen zornigen Stürmen nach und nach zerstört. Allein das letzte der Irrlichter und die Heilerin Darorah und ihre Kinder hielten zu ihm noch Kontakt. Sie versorgten ihn mit Nahrung, Brennholz, Kleidung.



Das Irrlicht war es gewesen, das ihm den Jungen gebracht hatte. Den Jungen mit dem Zeichen des Erlösers! Der Alte konnte sein Glück nicht fassen, dass dieser nun tatsächlich bei ihm in der Hütte lag, dort auf seiner eigenen Lagerstatt, eingehüllt in Pelzdecken. Der Jüngling lag in einem beunruhigend tiefen Schlaf. Der Eremit hatte auf der Schulter des Jungen das rote Mal in Form einer Lilie vorgefunden, daneben schienen zwei kleine Flammen zu züngeln, aber er war sich nicht ganz sicher. Vielleicht war es eher Wunschdenken? Die närrische Hoffnung eines Einzelgängers, der einer alten Prophezeiung mehr Bedeutung zumaß, als ihr möglicherweise gebührte? Denn er konnte sich nicht sicher sein, weil es keine bildlichen Aufzeichnungen gab, nur Worte, nur knappe Beschreibungen und einige prophetische Verse, deren tiefere Bedeutung sich ihm nicht erschlossen hatten. Außer dem Eremiten und der Heilerin glaubte ohnehin keiner mehr an die alte Prophezeiung der Erweckung. Das Volk der Taikianer hatte sich mit den Gegebenheiten abgefunden. Sie siedelten nicht länger im Zentrum des Waldes, ihrem angestammten Lebensraum. Diese schreckliche Eiszeit hatte sie an den Rand des Waldes getrieben und darüber hinaus. Hart und öde war fortan ihr Leben.

Während er auf den schlafenden, sichtlich erschöpften Jungen blickte, gingen ihm viele Gedanken durch den Kopf. So jung! Er hatte nicht erwartet, dass der Erlöser so jung und verletzlich sein würde. Wie konnte er dieses Kind auf die Suche schicken?
Zu früh, er war zu früh gekommen, vor seiner Reife. Oder doch nicht? Er hatte einen Helden erwartet, einen Krieger!'


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Fluch der Loreley von Elvira Zeißler

Ich durfte dieses wundervolle Buch schon vorablesen und muss schon sagen, dass es Elvira Zeißler einfach immer wieder schafft mich in ihren Bann zu ziehen.

Der Fluch der Loreley ist eine wahnsinnig gelungene Geschichte über eine mögliche Auswirkung der damaligen Geschehnisse.
Der Klappentext:
Sein heißer Atem strich über meine Lippen und das Herz drohte in meiner Brust vor Sehnsucht, Aufregung und der bitteren Gewissheit zu zerspringen, dass es zu diesem Kuss – aus welchen Gründen auch immer – niemals kommen würde."

Im letzten Schuljahr treten gleich zwei Jungs in Caras bis dahin eher ruhiges Leben. Der charmante, zuvorkommende, fast perfekt scheinende Erik und Christian, der mit seinen langen blonden Haaren, blauen Augen und seiner atemberaubenden Stimme alle Mädchen in den Bann zieht. Alle außer Cara.
Aus irgendeinem Grund sucht er jedoch ausgerechnet ihre Nähe. Aber gilt sein Interesse wirklich ihr, oder der Tatsache, dass sie anders ist?
Allen Zweifeln und Geheimnissen zum Trotz fühlt sich Cara immer stärker zu Christian hingezogen.
Doch auf ihm lastet ein uralter Fluch ...'


1. Satz: "Ein Rascheln im Gebüsch jagte mir Gänsehaut über den Körper."
Mit diesen Worten steigt das Buch schon spannend ein, denn die Leser/innen werden schon gleich zu Beginn in eine brenzlige Situation versetzt und hoffen auf eine unerwartete Rettung!

Wie das wunderschöne Cover schon zeigt, geht es auch um Fantasy... So magisch wie das Cover ist auch der Inhalt des Buches. Ich war vom ersten Moment an verliebt.
Die Charaktere sind sehr schön gestaltet. Es gibt einige falsche Schlangen, eine tolle Beziehung zwischen Cara und ihrer besten Freundin und ich muss sagen, dass ich Cara wirklich sympathisch fand.
Auch der Schreibstil von Elvira ist wieder sehr angenehm (ich bin ja sowieso ein Fan ihrer Bücher). Der Schreibstil bleibt leidenschaftlich, jung und spannend.
Schon der Einstieg, das Kennenlernen der Charaktere und der Gegebenheiten, ist ihr gut gelungen, in der Mitte steigt die Spannung immer mehr. Ich bin oftmals hin und her geschwankt mit meiner Idee vom Ende und tappte sehr lange im Dunkeln.
Das Finale ist wahnsinnig dramatisch und wunderschön! Die Auflösung des Ganzen ging mir persönlich etwas zu schnell. Natürlich fehlt die Liebesgeschichte auch in diesem Buch nicht.

Der Fluch- der Loreley hat eine tolle Storyline, ist wunderschön erzählt und sehr interessant gestaltet. Das Setting und Zusammenspiel der einzelnen wichtigen Komponenten ist gut gewählt und für mich darf es auf jeden Fall gerne mehr von Elvira Zeißler sein.
Ich gebe dem Buch gerne 5 richtig gute Punkte.