Dienstag, 3. Mai 2016

Bookless - Wörter durchfluten die Zeit



BookLess
Wörter durchfluten die Zeit 
Der erste Teil der BookLess- Saga von Marah Woolf erschien im 2013 beim Körner- Verlag und ist 310 Seiten lang.

Die junge Lucy kann von Geburt an Bücher sprechen hören. Für sie hat jedes Buch eine eigene Seele, die es anhand seiner Geschichte, die es beinhaltet, aufbaut. So können Bücher freundlich und lieb, aber auch störrisch und eitel sein.
Als Lucy, die neben ihrem Studium in der Londoner Nationalbibliothek arbeitet, leere Bücher entdeckt, deren Inhalt verschwunden ist und die Erinnerung an die Texte bei den Menschen auf sonderbare Weise vergessen scheinen, beginnt ihr Abenteuer. Die leeren Bücher zerfallen mit der Zeit zu Staub und nur Lucy kann sie retten. Daher bitten die Bücher sie um Hilfe und ihr Mal am Handgelenk beginnt zu leuchten. Lucy kann dies jedoch niemandem erzählen, da sie Angst hat, sie würde für verrückt gehalten. Da lernt sie den jungen Nathan de Tremaine kennen. Ihm kann sie ihr Herz ausschütten und hofft, dass er sie bei ihrem Vorhaben die Bücher zu retten, unterstützt. Doch leider hat sie die Rechnung nicht mit dem Bund gemacht, dem Nathan angehört…


Meine Meinung
Ich liebe den Schreibstil von Marah Woolf, er ist flüssig und leicht zu lesen, man kann sich gut in die Charaktere einfühlen. Lucy wächst einem total ans Herz. Je weiter man in der Geschichte vorankommt, desto fesselnder sind die Ereignisse, die ihr passieren.
Die Hintergrundgeschichte der Hauptcharaktere ist gut, ich hätte mir noch etwas mehr Informationen über die Freunde von Lucy, und natürlich über Nathan, gewünscht. Im Laufe der Geschichte werden jedoch immer wieder kleine Textstellen geboten, mit denen man sich ein grobes Bild vom Ganzen machen kann. Beide sind sehr glaubwürdig dargestellt und bleiben sich mit ihren Handlungen und Äußerungen stets treu.
In diesem Buch spielt das Thema Magie eine große Rolle. Während ich manchmal selbst das Gefühl habe, dass Bücher magisch sind, sind es diese hier ganz bestimmt und Lucy und Nathan brauchen ihre besonderen Talente, um in ihrem Vorhaben weiter zu kommen.

Da Lucy und Nathan beide ohne Eltern aufgewachsen sind verbindet sie etwas tief im Inneren, doch Nathan bleibt dennoch lange undurchschaubar für Lucy – und auch für den Leser. Nathans Großvater ist ein böser, alter Mann, der ihm eine Geschichte vorsetzt und ihn streng erzogen hat. Doch durch das Kennenlernen mit Lucy beginnt Nathans Weltbild an einigen Stellen stark zu schwanken und zu bröseln.
Fazit

BookLess – Wörter durchfluten die Zeit ist ein spannender erster Teil einer Trilogie, die mit dem Schreibstil, Inhalt und den Charakteren voll ins Schwarze getroffen hat. Bereits nach einigen Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und mich dem spannenden Roman entziehen.
Marah Woolf schafft es verschiedene Gefühle in die Geschichte einzubetten und perfekt an den Leser weiter zu geben.
Da das Ende teilweise offen geblieben ist, freue ich mich umso mehr auf den nächsten Teil und noch mehr magischen Momenten, Glücksgefühlen und Fingernägelkauen vor Spannung.

5*****


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