Mittwoch, 30. November 2016

Haus der tausend Spiegel von Susanne Gerdom



"Die junge Hexe Annik steht vor einem Rätsel, das über ihr ganzes Leben entscheiden wird: Sie hat den Auftrag, das Geheimnis um die Familie van Leuwen zu lüften. Doch kaum ist sie auf dem majestätischen Anwesen angekommen, machen ihr die Bewohner, Gabriel und Daniel, eindeutige Avancen. Und Annik macht eine finstere Entdeckung nach der nächsten. Ist hier tatsächlich ein mächtiger Spiegelzauber am Werk, gewirkt von einer bösen Hexe? Die sich die Seele und Liebe der van Leuwens auf ewig sichern will? Kann Annik sie besiegen? Denn langsam aber sicher verliebt sie sich, und das Ende ist vollkommen ungewiss ..."

Ich hatte das grosse Glück, dieses Buch als Rezensionsbuch lesen zu dürfen und ich muss sagen, dass ich es toll fand. Das Buch hat einige kleine Ecken und Kanten, gefiel mir nicht immer, doch im Grossen und Ganzen fand ich die Geschichte sehr fesselnd.

Erster Satz: "Annik brach früh am Morgen auf, nachdem sie eine Weile prüfend vor dem Spiegel gestanden hatte."

Zum Inhalt:
In dem Buch geht es, wie aus dem Klappentext ersichtlich, um eine junge Hexe namens Annik, die als Kindermädchen im Haus der van Leuwens eingestellt wird. In ihrer Zeit als Angestellte dort, fallen Annik immer wieder merkwürdige Ereignisse auf, sie hört ein Weinen und sie findet komische Statuen. Der Hausherr ist auch sehr eigenartig und der kleine Elias, um den sie sich kümmern soll, kommt nicht aus seinem Koffer.
Es ist klar, dass hier etwas in Verbindung mit Magie steht und Annik will herausfinden, was es ist und wie das Rätsel zu lösen ist, denn nur dann kann sie ihren Studienplatz antreten.

Meine Meinung zu dem Buch ist zwiegespalten. Ich finde den Schreibstil sehr flüssig und einfach zum Lesen, dadurch kam ich auch gut in die Geschichte rein. Ich mochte auch den "roten Faden" und die Aufteilung und Gliederung der Geschichte. Leider konnte ich mit Annik nicht immer warm werden, da sie meiner Meinung nach doch sehr nachlässig, frech und eigensinnig ist. Auch mit den anderen Personen der Geschichte konnte ich nur so halb etwas anfangen, bis mir dann klar wurde warum. Einzig Elias, Ybbas und Rafael schloss ich von Anfang an in mein Herz und wollte sie eigentlich auch nicht wieder gehen lassen. Zum Glück lebt ein Buch in den Köpfen der Leser ja noch weiter.
Am Ende gab es für mich ein wenig viel hin und her in Zeit und Raum, da habe ich den Überblick ein etwas verloren.

Nun, alles in allem gefiel mir das Buch recht gut, an einigen Stellen war ich verwirrt und es schien für mich nicht logisch. Daher bin ich bei der Wertung für dieses Buch sehr hin und her gerissen. Aber da es ja heisst "im Zweifelsfall für das Buch" gebe ich hier doch 4 Sterne - die Geschichte lohnt sich.

Sonntag, 20. November 2016

Edingaard – Das Vermächtnis der Priesterin

Ich durfte das Buch als Rezensionsexemplar von Elvira Zeissler lesen und ich bin hellauf begeistert. Dies ist das Finale der Trilogie um Edingaard und seine magischen Wesen. Ich muss sagen, das Buch hat mich gefangen genommen und definitiv entführt! Ein wirklich würdiger Abschluss, auch wenn ich traurig bin, dass ich diese tollen und einzigartigen Weggefährten nun wieder hinter mir lassen muss.




Klappentext
Ein furchtbarer Krieg wirft seinen Schatten voraus – ein Krieg, den Cassy um jeden Preis verhindern möchte. Doch sie kann nichts bewirken, solange sie ihre neuerwachte Gabe nicht beherrscht. Zusammen mit Brin begibt sie sich daher auf die Suche nach einem uralten, verschollenen Lehrmeister, der die Welt im Kampf gegen Cudras schon einmal im Stich gelassen hat.
Wird sie den Feind mit seiner Hilfe besiegen können? Und will sie das überhaupt? Oder wird Edingaard durch ihre Einmischung in einen noch dunkleren Abgrund gestürzt?

Erster Satz
„Zielstrebig lief Sofia durch den nächtlichen Wald.“

Inhalt
Im dritten Teil der Edingaard Reihe wird alles „aufgeräumt“ und abgeschlossen. Doch zuvor ist eine spannende Reise mit verschiedenen Charakteren zu machen. Wir begleiten Luca und Kira auf dem Weg Waffen für die große Schlacht zu finden, es werden Verhandlungen geführt wer mit wem, und ob überhaupt, gekämpft werden soll und muss. Cassy und Brin sind auf dem Weg um Hilfe zu suchen, da Cassy ihre neu erlangten Fähigkeiten nicht im Griff, der kleine, süße Kobold hilft derweil einem Phönix auf die Sprünge. Elaina bleibt uns auch nicht fern und verstreut ihre Weisheit im Land. Dazu kommt, dass Cudras sein Heer für die Schlacht aufpeppt und sich immer mehr auf seine Seite schlagen.
Auch „unsere“ Welt kommt nicht zu kurz und eine Freundin von Cassy wird miteinbezogen. Als wichtige Verbindung bleibt nach wie vor Cassia bestehen. Bis zum Schluss ist nicht sicher, ob Cassy wirklich die Kraft aufbringen kann, die Cassia hatte… Und ob sie Brin halten kann.

Meine Meinung
Ich fand das Buch wieder mal sehr gelungen und konnte kaum aufhören zu lesen. Ich mag wieder den Schreibstil und den Aufbau der Geschichte. Für alle, die nicht mehr 100%ig im Geschehen des Buches sind, ist es möglich, nochmal eine kurze Zusammenfassung der letzten Teile zu lesen. Aber auch ohne diese bin ich super mit dem Buch gestartet. Ich fand es spannend mehr Hintergrundwissen zu bekommen und es war auch äußerst aufschlussreich. Ich habe gebangt um Brin und konnte leider mit Cudras keine Freunde mehr werden. Auch Elaina mag ich definitiv nicht, ob dies gewollt ist, kann ich jedoch nicht sagen. Die Charaktere haben alle ihre persönlichen Eigenschaften und sind gut gewählt. Auch die neuen Personen in diesem Buch fand ich passend und nicht aus der Luft gegriffen. Man merkt, dass sich Elvira Zeissler viele Gedanken zu ihren Büchern gemacht hat.



Fazit
Ich liebe das Buch und trotz den rund 400 Seiten war es viel zu schnell zu Ende. Und nun ist die Trilogie abgeschlossen und ich sehne mich dennoch nach mehr. Ich kann diese Bücher nur empfehlen. Für mich alles in allem eine maximale Punktzahl von
5*****

Mittwoch, 9. November 2016

For Good von Ava Reed

Kurzmeinung 

Das Buch ist faszinierend. Es ist mitreissend und treibt einen die Tränen in die Augen – in guten, sowie auch in den schlechten Momenten dieser Geschichte. Das Gefühl kommt definitiv nicht zu kurz und es lohnt sich dieses Buch zu lesen. Ich liebe die Geschichten von Ava Reed, doch diese ist anders. Ich liebe und ich hasse sie. Sie ist hart und ehrlich, schön und zart, es ist nichts einfaches und nichts, das sich nicht meistern lässt.  Es ist wie das echte Leben. Es ist wie immer…


Klappentext

Was würdest Du tun, wenn Du das verlierst, was Deinem Leben einen Sinn gab? Das, was Du mehr als alles andere auf dieser Welt geliebt hast. Würdest Du aufgeben? Nach dem Tod ihrer großen Liebe Ben, beginnt Charlie in Trauer zu versinken. Immer wieder erinnert sie sich an die vergangenen Zeiten, in denen sie ihn kennen- und lieben lernte. Doch der Verlust droht sie zu ersticken und blind zu machen für das, was das Leben ausmacht. Charlie zieht sich völlig zurück und beginnt zu verstehen, dass nichts je wieder so sein wird wie es einmal war.

Inhalt

Charlie, eine junge Tierärztin, trauert. Sie trauert um ihre Liebe, ihr Leben, ihre Sicherheit. Sie kann nicht mehr atmen und nichts hat mehr einen Sinn. Denn er ist nicht mehr da. Es ist nicht mehr so wie immer..
Im Wechsel wird die Vergangenheit, in Form einer Erinnerung, und die Gegenwart aufgezeigt. So lernen wir Charlie und ihre Liebsten immer besser kennen und bekommen im selben Moment mit, was es bedeutet jemanden zu verlieren.  

Erster Satz

„For Good – Like always“ das waren deine Lieblingsworte.

Meine Meinung

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von der Lieben Ava bekommen und möchte daher hier meine Meinung kundtun, hihi.
Ich mag den Schreibstil, die Art und Weise, denn es ist flüssig und in der Geschichte ist ein roter Faden, den man trotz der wechselnden Zeiten nicht verliert. Die Charaktere sind sehr schön gestaltet und ich konnte in jeder Person jemanden wiedererkennen, was ich oft sehr mag, denn es mach ein Buch für mich lebendig. Das Thema des Buches fand ich sehr schön, mal etwas anderes. Dennoch muss ich leider sagen, dass mir Charlie ein bisschen zu melancholisch war. Zumindest eine kurze Zeit, in der nichts anderes stattfand, ausser zu Hause zu sitzen und zu atmen. Ich weiss nicht wie ich reagieren würde, wahrscheinlich nicht gross anders…
Vielleicht fand ich es darum an Ende des Buches nur umso schöner, dass es so langgezogen war, denn es war ja auch eine lange, schwere Zeit. Auch die Erinnerungen und die Zusatzkapitel aus der Sicht von Ben fand ich wundervoll!
Vielen Dank für dieses Gefühlschaos!

Textauszug

„Der Sturm, der in meinem Leben wütet, kam schnell, unerwartet und er hat alles zerstört, was er finden konnte. Jetzt stehe ich hier zwischen den Scherben, erstaunt darüber, dass alles, was ich sehe, mal etwas war, das mir viel bedeutete. Doch was nützt einem alles , was man hat, was interessiert einen, was geblieben ist, wenn das, was man am meisten braucht, vom Sturm mitgerissen wurde …“
5. Kapiel

FAZIT

Danke für die Möglichkeit  dieses Buch zu lesen und zu rezensieren. Ich fand es sehr schön und aufschlussreich. Ich denke auch, dass es ein Buch ist, das einem Kraft geben kann, denn auch in einem schlechten Moment des Lebens kann man weitermachen. Manchmal braucht man aber zuerst eine Pause. Danke, dass das Buch viel wertvolles vermittelt und ein Thema anschneidet, das in unsere Gesellschaft immer mehr ein Tabu-Thema wird.

Ich vergebe für dieses Buch 4 Sterne ☆☆☆☆ 


Donnerstag, 3. November 2016

Mondprinzessin von Ava Reed

Vorwort
Ich muss hier einfach erwähnen, dass ich das Cover absolut liebe. Es trifft total meinen Geschmack und wenn ich nicht sowieso wüsste, dass mir die Bücher von Ava sehr gut gefallen, so hätte ich es spätestens mit diesem rausgefunden, denn bei diesem Anblick musste ich einfach sowieso zulangen J

Klappentext
Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm...



Erster Satz
„Seit Anbeginn der Zeit waren Erde und Mond Freunde.“

Inhalt
Kurz vor ihrem 17ten Geburtstag geschehen seltsame Dinge in Lynns Leben. Zum ersten Mal überhaupt erfährt sie, was es heißt, jemanden zu kennen, der einen auf eine eigene Weise mag. Denn Lynn hat keine Freunde. Sie wohnt seit sie denken kann in einem Heim und wird dort als Außenseiterin gemobbt und schlecht behandelt. Daher ist es auch kein Wunder, dass, als ihre Welt zusammenbricht, sie keine Hilfe der anderen Jugendlichen oder der Heimmutter erwarten muss. So zieht sie sich zurück. In diesem Moment wird sie angegriffen und schwer verletzt. Doch zum Glück wird sie von einem jungen Mann gerettet, der sie sogleich auf den Mond verfrachtet, wo Lynn ihren richtigen Namen kennenlernt und gesagt bekommt, dass sie eigentlich die Mondprinzessin ist und als Baby entführt wurde. Nun gilt es für die Wachen herauszufinden, wer Lynn entführt hat und wieso. Als jedoch endlich die Zeit der Antworten gekommen ist, ist es leider schon zu spät…

Meine Meinung
Wie ich vom Cover erwartet habe, dreht es sich um ein Mädchen, das auf dem Mond eine Prinzessin ist. Und ja, dieses Mädchen ist Lynn. Es geht auch um eine Liebesgeschichte und irgendwie auch darum, zu erkennen, dass im Leben nicht immer alles glatt läuft und man dennoch das Beste draus machen muss, soll und kann. Lynn ist eine Kämpferin und Juri ist ihr Held. Ich mag alle Hauptfiguren und auch deren Begleiter wahnsinnig gerne und konnte mich angenehm mit ihnen anfreunden. Auch der Schreibstil ist toll, ich fand vor allem die wechselnden Perspektiven sehr schön eingebaut. Das Lesen wird absolut nicht langweilig.
Durch das bittere Ende musste ich mich viel zu schnell wieder von einigen tollen Leuten trennen, was mich doch schon ziemlich mitgenommen hat, doch so spielt wohl auch das Leben.

Textauszug
„Ich bin keine Prinzessin.“
„Es wird nicht wahr, nur weil du es immer wieder sagst. Das ist nichts weiter als ein Name, ein Titel. Du bist eine Prinzessin, weil deine Eltern König und Königin sind. Das sagt dir nicht, wer du als Person bist. Du bleibst du – wenn du das möchtest.“
(Seite 101)

Fazit
Ich würde das Buch jedem empfehlen! Aber nur mit einer großen Packung Süßigkeiten und Taschentücher wenn’s ums Ende geht. Es ist ein verträumtes Buch, das einen mal wieder einige Ecken und Kanten der Welt vorhält und dennoch zum Träumen verleitet.
Ich würde mir noch viel mehr von Lynn und Juri wünschen! Möchte an dieser Stelle aber auch irgendwie meinen Respekt an die Autorin geben: Mit so einem Ende habe ich nicht gerechnet und denke mir, dass es sehr schwer ist, an diesem Punkt eine Geschichte zu beenden.

 Für mich gibt es alles in allem 5 Sterne, obwohl ich für den Schluss einen abziehen müsste – der gefällt mir nicht :-P

„Wir werden uns wiedersehen.“