Sonntag, 16. April 2017

Elementar - Wen der Wind liebt von Diana Dettmann

Nachdem ich bei der Entscheidung Unterstützung hatte, habe ich (unter anderem mal wieder wegen dem tollen Cover) dieses Buch ausgesucht und gelesen.

1.Satz: "Seit einer gefühlten Ewigkeit stand ich schon am Fenster meines neuen Zimmers in meinem neuen Leben, das ich vor wenigen Wochen gegen die Studenten-WG an der Uni getauscht hatte."

Ja, ein riesiger Satz, es war auch nicht der einzige echt lange (zu lange?!) Satz in dem Buch. Mal so ein Schlangensatz ist total okay, aber immer wieder ist irgendwann leider für mich etwas anstrengend...
Aber dazu später nochmal.

Hier der Klappentext:
"Zum ersten Mal im Leben ist Evangeline wirklich glücklich, aus tiefstem Herzen verliebt. Und nichts kann diese Liebe trüben - nicht einmal die Tatsache, dass Victor kein normaler junger Mann von Nebenan ist, dass er Fähigkeiten besitzt, die weit über das menschliche Maß hinaus gehen und sogar sie verändern. Doch Victors Vergangenheit und Bestimmung werfen bald dunkle Schatten auf ihre unbeschwerte Zweisamkeit und Eva wird hinein gerissen in eine Welt, die ihr die schwerste Entscheidung ihres Lebens abverlangt: Wie weit ist sie bereit zu gehen für ihre große Liebe? Was ist sie bereit, für ihn aufzugeben?"

Der Einstieg in das Buch gelang sehr gut. Es geht schnell zur Sache und die Geschichte wird an und für sich nicht ewig in die Länge gezogen. Dies hat mir gut gefallen.
So lernt man auch schon zu Beginn viele Charaktere etwas näher kennen, wobei die Nebenbesetzungen allgemein eher bei einem oberflächlichen Kennenlernen bleiben und zum Teil auch recht schnell wieder aus der Geschichte verschwinden.
Eva fand ich teilweise etwas naiv, so hat sie zum Beispiel kaum vor etwas wirklich Angst und lässt sich, meiner Meinung nach, sehr bereitwillig auf so fast jede Situation ein. Eine Kämpferin, die weiss, was sie will. Ich bin da manchmal etwas anders. Aber gut, so bin ich einfach nicht wie jede Hauptfigur aus einem Buch. Ansonsten mochte ich Victor und Eva. Leider ging mir aber der Beziehungsaufbau und das Vertraueb etwas zu schnell und zu bedingungslos.
Im Allgemeinen ist mir in dem Buch wahnsinnig viel hin und her - im Sinn von "sollen wir?" "Sollen wir doch nicht?" und aber auch was die Welten, Orte und Charaktere angeht. Sie tauchen auf, sie gehen. Sie gehen in eine andere Welt, kommen zurück, gehen wieder... Sie sind bei Eva, bei Victor, bei Eva... Es ist meiner Meinung nach zu viel "da und dort", es war mir dadurch manchmal etwas zu wild, zu wirr, was mich genervt hat.
Dazu kamen teilweise viele Wiederholungen gewisser Situationen, so gab es irgendwie immer wieder Verletzungen, Momente der Diskussionen, die immer in die selbe Richtung gingen und auch unglaublich viele Kuss&Liebesszenen, die ich irgendwann dann zwar schon schön, aber zu ausführlich beschrieben fand.
Zum Ende sage ich natürlich nichts, doch der Cliffhanger (es gibt ja mehrere Bücher) hat mich eher zerstört, als angeregt das nächste Buch zu lesen.

Daher kann ich zu dem Buch nur sagen, wer gerne eine spannende Liebesgeschichte, die das Rad nicht ganz neu erfunden hat, lesen möchte, dabei eine schöne, bildliche Beschreibung einer anderen Welt erleben möchte, dem könnte dieses Buch gut gefallen.
Ich selbst weiss noch nicht, ob ich den zweiten Teil lesen möchte.
Für mich gibt es 3 Sterne.

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