Freitag, 28. April 2017

Welten zwischen uns von Diana Dettmann

Durch die Gruppe "Rezensionsexemplare auf Wanderschaft" kam ich zu diesem tollen Buch. Ein Buch ohne jegliche Fantasy, dafür mir doppelt viel Liebe - und Liebesdrama.

1. Satz: 'Ich hasse Weihnachten.'



"In meiner Erinnerung gibt es nicht viele Lichtpunkte, aber all die kleinen Momente mit Elec… leuchten.“ Melia glaubt, ein absolut perfektes Leben zu führen. Sie liebt ihren Job, die Abgeschiedenheit ihrer Wohnung und die tägliche Routine, die ihre Tage bestimmt. Und genau diese kleine, heile Welt steht plötzlich Kopf, als sie unfreiwillig auf Elec trifft und mit ihm auf jemanden, der alles über den Haufen wirft, was sie glaubt von sich und dem Leben zu wissen und außerdem schamlos alles infrage stellt, was sie jemals gewollt hat. Doch Elecs Vergangenheit wirft schon sehr bald dunkle Schatten auf ihre neu entdeckte Zweisamkeit und stellt Melia vor eine schwere Entscheidung: Das, was du kennst, gegen das, was du liebst?"

Wie der Klappentext schon verrät, ist Melia eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben. Durch einige eher unangenehmen Geschehnisse kommen sie und Elec ins Gespräch und lernen sich kennen.

Der Schreibstil ist sehr einfach und flüssig zu lesen, ich fand ihn passend zum Buch auch sehr lässig. Angenehm zum lesen.
Ich kam von Beginn an gut in die Geschichte rein, welche schnell zur zentralen Handlung kommt, also zur Beziehung zwischen Elec und Melia. Das Buch ist jeweils ab dem aktuellen Geschehnis entweder aus ihrer oder seiner Sichtweise geschrieben. Die Charaktere von Elec und Melia, so wie auch die der Nebenrollen, fand ich schön gestaltet, sie wirkten sehr menschlich und ich konnte mir bei fast jeder Person ein reales Bild von ihr machen. Manchmal nervte mich Melia ein wenig, da sie doch eher naiv wirkte, doch zum Glück ist sie genauso liebenswert.

Ein Punkt, den ich sowohl positiv als auch negativ fand, war das ewige hin und her der zwei. Zum einen war es gut, da die Spannung aufrecht erhalten wurde, zum anderen fand ich es aber eher etwas langweilig gegen Ende und habe ein bisschen angehängt. Es kam mir ein wenig vor wie das Spiel mit den Blütenblättern einer Blume: 'Er liebt mich, er liebt mich nicht,...'
So müsste für mich der ganze Abschnitt ab dem Kapitel "Drei Monate später" garnicht mehr im Buch vorkommen. Ich fand das etwas offene Ende davor schöner als das vorgegebene. Denn so hätte ich meiner Fantasie noch mehr Spielraum lassen können.
Zur Erklärung: Natürlich wird in dem letzten Kapitel und dem Epilog mit allen Fragen, die im Laufe des Buches aufgekommen sind, aufgeräumt...

Mein Fazit: Ich fand das Buch wirklich toll. Ich würde es sogar ein zweites Mal lesen. Leider hat mir das Liebesdrama mit der Zeit etwas den Reiz genommen, doch ich musste ja trotzdem wissen wie es ausgeht :).
Die Liebesgeschichte ist so zart und wundervoll geschrieben, ich konnte wirklich ein bisschen mitschweben.
Ein Buch zum Träumen, das von mir 4 Sternen bekommt.

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