Sonntag, 2. April 2017

Windgeflüster in Fella von Lara Kessing

Eigentlich ist es ja kein Buch, das ich einfach so gelesen hätte, denn die Fantasy bleibt dabei komplett weg. Doch als ich eine Rezensionsanfrage  bekam habe ich mich dennoch mal wieder an so etwas rangetraut.

Erster Satz: "Der Wind zerrte wild an ihren langen, nussbraunen Haaren, während ein ungutes Gefühl sie zur Eile trieb."


Klappentext:
"Sorijas Welt ändert sich von einem Tag auf den anderen. Ein zerstörerischer Hagelsturm wütet in Fella und sorgt dafür, dass die Senk, eine Gruppe gewaltbereiter Fella-Bürger, die Kontrolle übernehmen. Während Sorija um ihr Überleben kämpft, unterläuft ihr ein gravierender Fehler und sie hat nur einen Versuch, diesen Fehler wiedergutzumachen. Die Fähigkeit, zu unterscheiden wer Freund und wer Feind ist, wird überlebenswichtig.
Schnell wird klar: Die Senk bleiben dabei nicht ihre einzigen Feinde und die Liebe wartet nicht auf einen günstigen Zeitpunkt. Um ihr Ziel zu erreichen, muss Sorija die Rolle ihres Lebens spielen." 460 Seiten)

Wie der Text besagt, geht es um ein Mädchen, das von einem Hasenfuss zu einer erwachsenen Frau mit Verantwortung heranwächst. In diesen schweren Zeiten versucht sie ihre Schwester Mirina immer wieder zu beschützen, macht jedoch einige Fehler, die nicht mehr zu korrigieren sind. Dadurch findet Sorija auch ein paar Mal ganz nette Menschen und entdeckt, dass man auch in den schweren Zeiten die Freude am Leben schätzen sollte.

Der Einstieg in das Buch gelang mir semi gut, obwohl die Bilder in meinem Kopf zu den Text im Buch schnell gekommen sind.
Der Schreibstil war flüssig und sehr einfach zum verstehen. Die Charaktere alle mit einer Hintergrundgeschichte.
Leider hat mir das Buch trotzdem nicht wirklich gefallen.
Ich fand Sorija wahnsinnig nervig und fragte mich oft, ob sie wirklich so naiv, oder einfach Lebensmüde ist. Sie setzt mit ihren alleingängen auch das Leben anderer aufs Spiel und das scheint ihr egal zu sein. Etwa ab einem viertel des Buches hat mich dieses Denken immer mehr gestört.
Als sie dann ein weiteres Mal ohne Erlaubnis aus dem Haus eines Helfers ging, habe ich das Buch fast an die Wand geklatscht, denn es hat die anderen Male zuvor auch schon nicht geklappt, und wurde für mich als Leserin jetzt doch etwas zu oft ausgereizt. Ich wusste ja schon, dass Sorija den Kopf nicht immer ganz einschaltete. Allerdings hatte dies natürlich zur Folge, dass der Spannungsbogen wirklich ausgereizt wird. Ich musste irgendwie weiterlesen, denn ich wollte ja wissen, ob sie es dieses Mal vielleicht nicht doch schaffen kann...
Ich fand es schade, dass das Windgeflüster nur am Anfang bei Krisa und am Ende so wirklich eingebaut wurde. Ich hätte mich über mehr "zuhören" sehr gefreut und den Wind gerne mehr im Mittelpunkt gesehen. Es hat mich auch etwas erstaunt, dass Fella in letzter Zeit so oft von immer heftigeren Stürmen überrascht wurde und dieser eine Sturm alles zerstörte, doch in einem ganzen Monat keine weiteren grosse Stürme aufkamen.

Leider hat mir das Ende dann garnicht gefallen. Es war mir viel zu abrupt da und irgendwie war das Buch für mich noch nicht richtig abgeschlossen, auch wenn es weitere Teile der Reihe geben wird.

Alles in allem ein Buch, welches in einer wahnsinnig schlimmen Zeit spielt, in der sich eine starke Kämpferin zur Wehr setzt und versucht den ärmeren Leuten zu helfen, aber vorallem zu ihrer Familie zurück will.

Für mich ein Buch, welches ich nicht nochmal lesen würde, dafür hat Sorija mich zu sehr zur weißglut getrieben. Trotzdem gebe ich der Geschichte gerne 3 Sterne, denn die Spannung war auf jeden Fall da!

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