Das wilde Herz des Meeres von Elena Morgan

Ein Buch über das Meer, die Sehnsucht der Seehfahrer und einer ganz bestimmten Frau... Ich habe es gelesen, denn es hat mich irgendwie an Fluch der Karibik erinnert, und ich mag diese Geschichten.

Klappentext:
"Golf von Mexiko, 1715:
William Hunter - Pirat, Frauenverführer und berüchtigter Kapitän der Scowerer - kennt weder Gnade noch Furcht. Ruhelos reist er über die Meere der Welt und macht reiche Beute, bis ihm ein schrecklicher Fluch das Leben kostet. Fortan ruhen Williams Knochen in einer Höhle, dazu verdammt, alle hundert Jahre in einer Vollmondnacht zu neuem Leben zu erwachen. Solange, bis eine Frau sein grausames Herz erweicht und ihn spüren lässt, was wahre Liebe bedeutet.
Fuerteventura, 2015:
Hannah flieht nach dem Ende einer desaströsen Beziehung zu ihrer Schwester, um zu vergessen. An der wilden Atlantikküste macht sie einen seltsamen Fund: Uralte Knochen liegen neben Goldmünzen in einer vom Meer umspülten Höhle. Einhundert Jahre sind seit Williams letztem Erwachen vergangen … und die nächste Vollmondnacht steht unmittelbar bevor."

Das Cover:
Leider war das Cover garnicht meins, die Farbgebung und auch der Mann auf dem Bild entsprechen absolut nicht meinem Geschmack, aber der Titel, der hat mich gepackt, schon bevor ich den Klappentext gesehen habe. Das Cover an und für sich aber scheint auf mich eher etwas kitschig, wovon ich gehofft hatte, in dem Buch nicht allzu viel ab zu bekommen.
Dabei wurde ich nicht enttäuscht. Kitschig begann das Buch schon mal ganz sicher nicht. Aber es begann so verwirrend, dass es für mich schwer war das Durcheinander zu entschlüsseln. Ich hatte am Anfang also wirklich sehr viel Mühe mit dem Buch.
Ab der Mitte lernte ich etwas besser mit dem Stil der Autorin (welche übrigens Britta Strauss ist, denn Elena Morgan ist ein Pseudonym) umzugehen.
                    (Bildquelle Pinterest)

Das Ende war wieder sehr wirr, mir teilweise zusätzlich auch etwas zu sehr auf der erotischen Schiene - oder sogar schon eher einfach plump gesagt auf der sexuellen Ebene, auch wenn sich die zwei Hauptpersonen wirklich sehr liebten.
Ganz am Schluss war ich dann leider richtig genervt, denn in meinen Augen hat die Autorin da nochmal alles ausgepackt und liess zum Beispiel wirklich jedes einzelne Tier noch einmal ausführlich angreifen, was mir dann einfach definitiv zu langatmig rüber kam.
Jetzt komme ich aber langsam mal zum Schreibstil:
Ich hatte am Anfang und am Ende des Buches grosse Mühe mit dem Stil, da es für mich nicht ganz greifbar war. Ab der Mitte konnte ich mich irgendwie besser damit arrangieren. Die Sätze sind teilweise sehr lang, es hat ein Paar kleine Schreibfehler und im allgemeinen sind die Kapitel, die Charaktere sehr ineinander verworren beschrieben.
Die Charaktere waren dafür wirklich sehr schön gestaltet. Ich mochte Hannah und auch ihre Schwester wirklich sehr. Auch Marifa und William mit seiner Mannschaft hatten etwas.
Allerdings hätte sich sehr gerne etwas mehr über die Familienverhältnisse von Hannah und ihrer Schwester erfahren. Ebenso fand ich es auch schade, dass die Geschichte von Will, seinen Männern und vorallem Marifa erst soo spät im Buch vorkam. Davon hätte ich gerne auch noch etwas mehr, und vorallem etwas früher, erfahren.

Mein Fazit:
Ich hatte extrem lange bis ich überhaupt irgendwie in das Buch rein kam. Die Spannung wurde auf jeden Fall super aufgebaut, die Grundidee fand ich sehr schön. Ich weiss nicht, ob die einzelnen Dinge zum Thema Schifffahrt und Piraten gut recherchiert waren, auf mich wirkte das alles auf jeden Fall wirklich sehr schlüssig und stimmig. Leider hat mich das ganze Konstrukt nicht gefesselt und in seinen Bann gezogen. Ich habe schon lange nicht mehr so sehr mit einem Buch gekämpft.
Daher für mich leider nur 2,5 Sterne...

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