Ein Hauch von Schicksal von Lara Wegner

Wieso habe ich dieses Buch gelesen?
Ja, das weiss ich auch nicht so genau. Ich habe das Cover so toll gefunden und ich wollte dieses Buch haben. Nun habe ich es und gelesen ist es auch...
Meine Meinung? Die fällt mir sehr schwer.

Aber zuerst mal: Worum geht es?
"Ein Amulett, mehr ist Grace von ihrer Familie nicht geblieben. Angeblich erfüllt es Wünsche. Obwohl sie nicht daran glaubt, wünscht sie sich ein neues Leben. Am nächsten Morgen erwacht sie nicht nur im 17. Jahrhundert, sondern auch noch in einer Ehe mit dem ehemaligen Freibeuter Rhys Tyler, mit dem sie nach Barbados segeln muss. Niemals hätte sie erwartet, in diesem Mann ihre große Liebe zu finden. Doch gerade als Grace wieder an das Glück glaubt, werden sie von Piraten entführt und geraten in die Gewalt eines Mannes, der alles daran setzt, Grace zu brechen und Rhys zu vernichten. Nichts ist mehr sicher. Denn auch eine große Liebe kann an der Grausamkeit eines Wahnsinnigen zerschellen."


Ich beginne mit dem Cover:
Das Bild und der Titel gefällt mir sehr sehr gut, es erinnert mich stark an Fluch der Karibik. Vorallem habe ich mir das Buch deswegen gekauft. Ich liebe auch Tia Dalma (sie sagt ja genau diese Worte im deutschen "Ein Hauch von Schicksal").
Seefahrt ist eigentlich nicht so meins und Zeitreisen auch nicht, trotzdem wollte ich das Buch gern haben und auch lesen.

Der erste Satz:
'Worüber möchten Sie heute sprechen, Grace?'


Zu Beginn befinden wir uns bei einem Psychiater, der helfen soll, den Verlust der Familie zu verarbeiten. Durch einen unvorsichtigen Wunsch wird Grace aber in eine andere Zeit geworfen und nimmt den Platz der Grace vor einigen Jahrhunderten ein. Sie muss sogleich heiraten.
Für mich ging der Einstieg sehr schnell, man ist gleich in mitten der Geschichte. Durch die Zeitreise musste ich 2x in die Geschichte reinkommen und mich den Gegebenheiten fügen bevor ich Grace richtig kennenlernen konnte. Dadurch hatte ich zu Beginn wenig Durchblick.

Die Charaktere lernte ich mit der Zeit kennen und muss sagen, sie haben schöne Hintergründe und gut erarbeitete Geschichten. Leider wurde ich trotzdem mit niemandem ausser Mimi und Samson wirklich warm. Grace selbst hat mich teilweise fast zur weissglut gebracht mit ihrem Eigensinn und dadurch, dass sie nicht über die Nasenspitze hinweg gedacht hat. Das fand ich etwas schade.
Die Männer in dem Buch haben mir auch nur sehr begrenzt zugesagt, daher fand ich die Liebesgeschichte nicht sonderlich spannend.


In der Mitte fand ich das Buch teilweise sogar so langweilig und langatmig, dass ich die Lust es zu Lesen fast ganz verloren habe. Die Szene bei Payne zog sich ewig hin. Auch wenn die Sklaverei schön beschrieben wurde und ich mir alles gut vorstellen konnte, fand ich es schade, dass das Buch gefühlt zu drei viertel aus diesem Ort bestand.
Auch danach ging es für mich nicht besser weiter, das Techtelmechtel zum Schluss fand ich schrecklich klischeehaft, das Ende zu schnell aufgelöst. Ich hätte mir mehr von der andern Grace gewünscht, hätte sie gerne besser kennengelernt und öfters mal einen Einblick in ihr Leben gesehen.
Der Schluss war mir dementsprechend zu reibungslos, zu einfach.

Dennoch fand ich den Schreibstil eigentlich wirklich gut. Die Autorin hat eine angenehme Schreibweise, obwohl die Sprache teilweise nicht so meins war. Ich konnte mir trotzdem alles sehr schön bildlich vorstellen und fand das Buch von der Schrift her sehr angenehm zu lesen.

Alles in allem war es für mich wohl eher ein Fehler dieses Buch zu lesen, denn ich stehe absolut nicht auf Zeitreisen. Ich wurde wiedermal darin bestärkt, dass ich es einfach lassen sollte. Dich es lag nicht alles daran, dass ich das Thema nicht so sehr mag.
Denn es ist einfach so, dass auch die Charaktere mich nicht nicht überzeugt haben und der Mittelteil und die Sklaverei-Kapitel waren mir viel zu lang. Es wurde meiner Meinung nach zu viel Gewicht auf diese Ereignisse gelegt.
Das Ende war dann wiederum zu schnell und kurz für mich, mir hat einiges gefehlt in diesem Buch.
Leider kann ich nur knappe 3 Sterne für diese Geschichte geben.


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